Krankenversicherung · Versorgungswerk-Mitglieder

PKV im Versorgungs­werk — kein Pflicht-Anker, aber meist die richtige Wahl.

Selbstständige wählen frei zwischen GKV und PKV, Angestellte ab der JAEG. Die Tarif-Spezifika entscheiden, welche Wahl in 30 Jahren noch richtig ist.

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Krankenversicherung

PKV im Versorgungs­werk — kein Pflicht-Anker, aber meist die richtige Wahl.

Das Versorgungswerk regelt nur Rente und BU, nicht Deine Krankenversicherung. Selbstständig wählst Du frei zwischen freiwilliger GKV und PKV; angestellt steht Dir die PKV offen, sobald Dein Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze (JAEG, 2026: 77.400 €) liegt. Das ist eine Freiheit, die gleichzeitig eine Entscheidung verlangt, die kaum rückgängig zu machen ist.

Die schärfste Rechnung liegt im Alter: Wer freiwillig in der GKV bleibt, zahlt im Ruhestand Beiträge auf alle Einkünfte — Versorgungswerkrente, Mieten, Kapitalerträge. Bei guter Versorgung ist das schnell der Höchstbeitrag. Das ist die GKV-Falle — und sie trifft Versorgungswerk-Mitglieder härter als fast jede andere Berufsgruppe.

Zwei Kammerkollegen, gleicher Beruf, gleiche Rente — und im Ruhestand mehrere hundert Euro Unterschied im Monat, wobei der eine obendrein noch bessere Leistungen hat. Der Unterschied: Einer hat mit dreißig eine Entscheidung getroffen, der andere nicht.

— Fabio Rausch · Versicherungskonsil

30-Sekunden-PKV-Check

Wo stehst Du gerade? Wähle Deine Situation — sofortige Ersteinschätzung.

Vier typische Situationen bei Versorgungswerk-Mitgliedern. Eine Auswahl genügt:

Diese Einordnung ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich ist Deine konkrete Erwerbs- und Vertragslage.

Zwei Systeme

Gesetzlich oder privat — zwei Logiken mit eigenen Regeln.

Die PKV ist kein besserer Tarif, sondern ein anderes System. Für Dich entscheidet sich der Unterschied nicht heute, sondern in der letzten Zeile dieser Tabelle.

Gesetzlich Privat
Finanzierungsgrundlage Umlagefinanziert: die jetzigen Beitragszahler zahlen für alle Kapitalgedeckt: Du bildest Alterungsrückstellungen für Deine Kosten im Alter
Wonach sich der Beitrag richtet Nach Deinem Einkommen Nach Leistung, Alter und Gesundheit bei Abschluss
Was der demografische Wandel bedeutet Weniger Einzahler, mehr Empfänger — steigende Beitragslast Über die Alterungsrückstellungen eingepreist
Wie sicher die Leistung ist Gesetzlicher Katalog, politisch änderbar Vertraglich zugesagt, Änderungen zum Negativen in der Regel nicht möglich
Wann der Beitrag steigt Wenn Dein Einkommen steigt, wenn Deine Kasse den Zusatzbeitrag anhebt — und jedes Jahr mit der Beitragsbemessungsgrenze, sobald Du darüber liegst Wenn Leistungsausgaben oder Lebenserwartung von der Kalkulation abweichen — dann wird auch der Rechnungszins nachgezogen
Was im Ruhestand passiert Als freiwillig Versicherter zahlst Du auf alle Einkünfte, auch auf Mieten und Kapitalerträge. In die günstigere Versicherung der Rentner kommst Du ohne gesetzliche Rente meist gar nicht Der Beitrag bleibt einkommensunabhängig. Ohne gesetzliche Rente gibt es dafür auch keinen Beitragszuschuss der Rentenversicherung

Was das konkret heißt: so ist der GKV-Beitrag gestiegen

Jahr Zusatz Beitrag Anstieg
2022 1,3 % 933,64 €
2023 1,6 % 977,56 € +4,7 %
2024 1,7 % 1.050,53 € +7,5 %
2025 2,5 % 1.174,17 € +11,8 %
2026 2,9 % 1.261,32 € +7,4 %
2027* ca. 3,5 % ca. 1.422 € +12,7 %

Enthalten sind der allgemeine Beitragssatz von 14,6 %, der durchschnittliche Zusatzbeitrag und die Pflegeversicherung für Kinderlose — gerechnet auf die Beitragsbemessungsgrenze, jeweils zum 1. Januar. Angestellte tragen davon die Hälfte, Selbstständige und freiwillig versicherte Rentner den vollen Betrag. Von 2022 bis 2027 sind das rund 52 % mehr, bei einem allgemeinen Beitragssatz, der sich in all den Jahren nicht verändert hat.

* 2027 ist eine Prognose: Die außerordentliche Anhebung der Bemessungsgrenze um 3.600 € steht im Gesetz, der reguläre Teil und der Zusatzbeitrag werden im Herbst festgelegt — der Schätzerkreis sieht ihn zwischen 3,3 und 3,9 %. Die geplante Pflegereform ist darin noch nicht eingerechnet.

Was das im Ruhestand bedeutet

Ein Beispiel: 78 Jahre alt, 3.500 € Versorgungswerkrente, 2.200 € Mieteinnahmen, 800 € Kapitalerträge — zusammen 6.500 € im Monat. Damit liegst Du über der Beitragsbemessungsgrenze, in der freiwilligen GKV also beim Höchstbeitrag von rund 1.261 € im Monat, den Du allein trägst. Ein PKV-Beitrag richtet sich dagegen nicht nach diesen Einkünften, sondern nach dem Tarif, den Du Jahrzehnte vorher gewählt hast — er wächst nicht mit, wenn Rente, Mieten und Kapitalerträge zusammenkommen. Im Ruhestand wirken zusätzlich zwei Dinge in Deine Richtung: die Alterungsrückstellung, die seit Vertragsbeginn genau dafür angespart wurde, und der Wegfall des Krankentagegelds, das Du dann nicht mehr brauchst.

Die GKV-Falle im Alter ist das stärkste Argument für die PKV in dieser Berufsgruppe, aber nicht das einzige, das zählt.

Das sind die Unterschiede, die am häufigsten den Ausschlag geben — unter anderem. Welche für Dich zählen, klären wir im Erstgespräch →

Gesundheitsfragen

Gesundheitsfragen — der Teil, bei dem Fehler besonders schmerzhaft sind.

Was schiefgehen kann. Die Gesundheitsfragen im Antrag sind kein Formalismus. Wer sie falsch oder unvollständig beantwortet, riskiert, dass der Versicherer im Leistungsfall vom Vertrag zurücktritt — im schlechtesten Fall bleibt der Basistarif, und die Rechnungen, die schon da sind, bleiben an Dir hängen. Das kann Jahre nach Abschluss passieren, genau dann, wenn Du den Schutz brauchst.

Wie eine saubere Aufarbeitung aussieht. Du forderst Deine Patientenquittung bei der Kasse an, die ist kostenfrei, und wir gehen die Behandlungen der letzten Jahre gemeinsam durch. Diagnosen, die plötzlich in der Abrechnung auftauchen und an die sich niemand erinnert oder die vom Arzt falsch abgerechnet wurden, sind der häufigste Grund für spätere Streitigkeiten. Was unklar ist, klären wir vorher — und schützen Dich damit vor einem Rücktritt im Fall einer Prüfung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

Warum die anonyme Voranfrage davorsteht. Bevor irgendein Antrag mit Deinem Namen rausgeht, prüfe ich anonym bei mehreren Versicherern, ob und zu welchen Bedingungen Du angenommen wirst. Das vermeidet zwei Risiken: Ablehnungen, die Du bei jedem späteren Antrag offenlegen musst — und Risikozuschläge, die vorschnell akzeptiert werden, obwohl ein anderer Versicherer Dich ohne Zuschlag nimmt. Gerade bei Kammerberufen zählt die Reihenfolge: Eine Ablehnung beim falschen Versicherer kann den Wechsel zu einem wirklich passenden Tarif später erschweren.

Das sind die Punkte, an denen es am häufigsten hängt — unter anderem. Deine Vorgeschichte gehen wir im Erstgespräch gemeinsam durch →

Leistung

Zwischen zwei PKV-Tarifen liegen Welten — und das sieht man dem Beitrag nicht an.

ambulantstationärZahnVorsorgePsychotherapieReha und AnschlussheilbehandlungGOÄ-Höchstsätze + viele weitere

Wo Tarife auseinandergehen. In diesen Punkten unterscheiden sich Tarife darin, ob sie überhaupt leisten, ob die Leistung garantiert ist und ob sie voll oder nur zum Teil erstatten — weil im Kleingedruckten Fallstricke übersehen wurden. Freie Arztwahl und Chefarztbehandlung sind das eine, entscheidend wird meist, was in der Zeile darunter steht.

Wo ein Tarif unter GKV-Niveau fallen kann. Psychotherapie ist teils auf eine Sitzungszahl begrenzt oder mit Eigenanteilen versehen, Hilfsmittel stehen in geschlossenen Katalogen oder haben Sublimits wie 1.000 € je Hörgerät oder 15.000 € für Prothesen. Wer nur auf das Highlightblatt mit freier Arztwahl und Chefarztbehandlung schaut, übersieht genau die Stellen, an denen die PKV schlechter sein kann als die GKV.

Warum Reha für Dich besonders zählt. Über das Versorgungswerk bist Du von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit — und sammelst dort keine Pflichtbeiträge. Die medizinische Reha der Rentenversicherung setzt aber genau solche voraus oder ersatzweise fünfzehn Beitragsjahre, meist aus einer früheren Anstellung. Fällt die Rentenversicherung aus, springt in der gesetzlichen Krankenversicherung die Kasse ein. Diesen Auffang gibt es in der PKV nicht: Dort gilt, was im Tarif steht — und eine Anschlussheilbehandlung oder Reha ohne vorherigen Krankenhausaufenthalt ist häufig nur mit Leistungszusage oder gar nicht vorgesehen. Bei Tagessätzen von 150 bis 500 € kommen bei vier Wochen schnell fünfstellige Beträge zusammen.

Wie man das prüft. Im Leistungsfall zählt der Vertrag, nicht die Werbung: die Bedingungen im Wortlaut, nicht das Highlightblatt, und keine Ratings. Zugesagtes zählt, keine Testnoten.

An diesen Stellen gehen Tarife am weitesten auseinander — unter anderem. Was für Dich zählt, sortieren wir im Erstgespräch →

Wen ich berate

Zehn Kammerberufe — zehn Ausgangslagen.

Jeder Beruf hat seinen eigenen Werdegang, eigene Herausforderungen und eigene Beratungsschwerpunkte, und nicht jedes Bundesland hat für jeden Beruf ein eigenes Versorgungswerk.

Ärzt:innenZahnärzt:innenTierärzt:innenApotheker:innenPsychotherapeut:innenRechtsanwält:innenNotar:innenSteuerberater:innenWirtschaftsprüfer:innenArchitekt:innen
Vier teure Fehler

Diese vier Fehler sehe ich bei Versorgungs­werk-Mitgliedern am häufigsten.

Gesundheitsfragen nicht aufgearbeitet

Der eine Fehler, den man unter Umständen nicht wiedergutmachen kann. Wer die Fragen aus dem Kopf beantwortet, statt die Patientenquittung durchzugehen, riskiert Jahre später den Rücktritt vom Vertrag — und steht dann ohne Schutz da, mit Rechnungen, die schon geschrieben sind.

Den günstigsten Tarif genommen

Der Beitrag ist das Erste, was man sieht, und das Letzte, wonach man entscheiden sollte. Ein Tarif, der deutlich weniger kostet als vergleichbare Tarife mit ähnlichem Leistungsniveau, ist selten der bessere, sondern meist der knapper kalkulierte. Bei Kammerberufen kommt ein zweiter Prüfpunkt dazu: wie sauber der Tarif Reha und Anschlussheilbehandlung abdeckt.

Krankentagegeld vergessen

Das Versorgungswerk prüft die Berufsunfähigkeit berufsspezifisch — und setzt für die Rente regelmäßig voraus, dass Du Deine Berufstätigkeit aufgibst. Die Monate davor überbrückt es nicht. Angestellt endet nach sechs Wochen die Lohnfortzahlung, selbstständig läuft ab dem ersten Tag kein Einkommen weiter. Das Krankentagegeld schließt genau diese Lücke.

Beiträge im Alter nicht eingeplant

Wer wegen der Beitragslast im Ruhestand in die PKV wechselt, muss den Ruhestand auch dort durchrechnen. Der Beitrag steigt auch privat, und einen Zuschuss der Rentenversicherung gibt es ohne gesetzliche Rente nicht. Was Du heute gegenüber der GKV sparst, gehört deshalb in einen Topf, aus dem später der Beitrag kommt.

Klare Antworten

Häufige Bedenken — ehrlich beantwortet.

Häufige Frage

Was passiert, wenn ich aus der Anstellung in die eigene Selbstständigkeit wechsle?

Am Versicherungsschutz ändert sich nichts.

Privat versichert bleibst Du privat versichert, der Vertrag läuft unverändert weiter. Was wegfällt, ist der Arbeitgeberzuschuss: Ab dem ersten Tag der Selbstständigkeit trägst Du den vollen Beitrag. Warst Du dagegen freiwillig gesetzlich versichert, ändert sich neben dem Wegfall des Arbeitgeberzuschusses auch die Bemessungsgrundlage — statt des Gehalts zählt dann Deine gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Praxisgewinn plus Mieten und Kapitalerträge.

Die naheliegende Gegenfrage

Wird die PKV im Alter nicht auch unbezahlbar?

Der Beitrag steigt — nur nicht mit Deinen Einkünften.

Ehrliche Antwort: Auch privat steigt der Beitrag, und niemand kann Dir das Gegenteil versprechen. Was ihn dämpft, ist die Alterungsrückstellung, die vom 21. Lebensjahr an genau dafür angespart wird. Für Dich kommt eine Besonderheit dazu: Den Beitragszuschuss der Rentenversicherung gibt es nur zu einer gesetzlichen Rente — beziehst Du keine, bekommst Du auch keinen. Der Unterschied bleibt trotzdem: In der GKV wächst der Beitrag mit Deinen Einkünften, privat mit den Leistungsausgaben Deines Tarifs.

Häufige Frage zum Alltag

Muss ich jede Rechnung selbst einreichen und vorstrecken?

Einreichen ja, vorstrecken meistens nicht.

Im Krankenhaus rechnet die Klinik in aller Regel direkt mit Deinem Versicherer ab. Beim Arzt reichst Du die Rechnung per App ein, und die Erstattung ist meist da, bevor die Rechnung fällig wird. Weil Du selbst entscheidest, ob Du einreichst, wird daraus sogar ein Hebel: Bei kleinen Beträgen kann die Beitragsrückerstattung am Jahresende mehr wert sein als die Erstattung.

Ablauf

In vier Schritten zur richtigen KV-Entscheidung.

Bei mir beginnt die PKV-Beratung nicht mit einem Tarifvergleich, sondern mit der Frage, ob das System zu Dir passt — heute und im Ruhestand.

ca. 45 Min

Passt das System PKV zu Dir?

Wir gehen zuerst Deinen Status durch — angestellt oder selbstständig, dazu Deine Karriereplanung. Darauf aufbauend schauen wir uns die Systemunterschiede zwischen GKV und PKV an, damit Du eine fundierte Entscheidung treffen kannst.

ca. 30 Min

Bekommen wir Dich gut versichert?

Vor jeder Empfehlung steht die anonyme Voranfrage bei mehreren Gesellschaften. Bekommen wir Dich gerade nicht versichert, stoppen wir hier und prüfen zu einem anderen Zeitpunkt erneut.

ca. 60 Min

Tarifvergleich und Auswahl

Erst danach vergleiche ich die Tarife, die für Deinen Kammerberuf infrage kommen — Bedingungen im Wortlaut, nicht Ratings. Reha und Anschlussheilbehandlung stehen dabei ganz oben.

ca. 20 Min

Umsetzung und laufende Betreuung

Antrag und Wechsel zum Stichtag laufen digital. Danach bleibe ich Ansprechpartner — auch bei Jobwechsel, Kanzleigründung oder dem Blick Richtung Ruhestand.

Fabio Rausch — PKV-Beratung für Versorgungswerk-Mitglieder
Fabio Rausch · Versicherungskonsil
PKV · Häufige Fragen

Was Versorgungs­werk-Mitglieder zur PKV am häufigsten fragen.

Ich bin im Versorgungswerk — kann ich überhaupt in die PKV?

Ja, in den meisten Fällen. Selbstständige in Kammerberufen sind nicht gesetzlich krankenversicherungspflichtig — das Versorgungswerk regelt nur Rente und Berufsunfähigkeit, nicht die Krankenversicherung. Die PKV steht Dir offen. Umgekehrt ist es enger: Zurück in die GKV führt nur die Versicherungspflicht — eine Anstellung unter der Versicherungspflichtgrenze, Arbeitslosengeld I oder die Familienversicherung über den Partner. Einen freien Wechsel zurück gibt es nicht, und als Selbstständige:r trifft keiner dieser Fälle auf Dich zu, solange Du selbstständig bleibst; ab 55 ist der Weg in aller Regel endgültig zu. Das stärkste Argument für die PKV ist die Beitragslast im Alter. Ob sie in Deinem Fall zieht, hängt an Familienplanung, Gesundheit und Einkommen — und wann ich trotzdem zur GKV rate, sage ich Dir im Erstgespräch offen.

Lohnt sich ein Beitragsentlastungstarif für mich?

Kommt drauf an, wer Deinen Beitrag mitzahlt. Angestellt in Kanzlei, Praxis oder Unternehmen? Dann trägt Dein Arbeitgeber den Beitragsentlastungstarif hälftig mit, hier lohnt es sich meistens. Selbstständig? Dann zahlst Du ihn allein, und es kommt drauf an: Ein Tarif, der nicht zu knapp kalkuliert ist, und eine vernünftige Ruhestandsplanung mit Entlastungskonzept sind hier meist sinnvoller. Eine Besonderheit bei Kammerberufen: Deine Versorgungswerksbeiträge schöpfen den steuerlichen Höchstbetrag für Basisvorsorge teils schon weitgehend aus. Außerdem ist die Versorgungswerkrente als eher unflexibler Baustein schon höher als bei den meisten anderen, eine Basisrente (Rürup) ergibt deshalb nicht immer Sinn. In einer honorarbasierten Ruhestandsplanung prüfen wir das für Dich sinnvollste Konzept.

Was passiert, wenn ich angestellt arbeite — z.B. als Anwältin in einer Sozietät?

Angestellte Versorgungswerk-Mitglieder sind in der Regel von der Rentenversicherungspflicht befreit, für die Krankenversicherung gelten aber dieselben Regeln wie für alle Angestellten. Liegt Dein Gehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 €, steht Dir der Wechsel in die PKV offen; darunter bist Du gesetzlich pflichtversichert. Das Versorgungswerk wirkt auf Rente und Berufsunfähigkeit, nicht auf die Krankenversicherung.

Wie wird die GKV-Beitragsfalle im Alter konkret berechnet?

Im Ruhestand zählen bei freiwillig GKV-Versicherten alle Einkünfte zur Beitragsbemessung, bis zur Beitragsbemessungsgrenze (2026: 5.812,50 €/Monat): Versorgungswerkrente, Vermietung, Kapitalerträge, private Renten, Honorare. In die günstigere Krankenversicherung der Rentner kommen von der gesetzlichen Rentenversicherung befreite Kammerberufler mangels gesetzlicher Rente oder fehlender Vorversicherungszeiten meist gar nicht — und selbst dort wären Versorgungswerkrente und Betriebsrente als Versorgungsbezüge voll beitragspflichtig. In der PKV richtet sich der Beitrag stattdessen nach Deinem Tarif und dem gewählten Leistungsumfang.

Was ist die anonyme Risikovoranfrage?

Vor jedem PKV-Antrag prüfe ich bei mehreren Versicherern anonym, ohne Deinen Namen, ob und zu welchen Bedingungen Du angenommen wirst. Davor steht die Aufarbeitung Deiner Gesundheitshistorie: Du forderst Deine Patientenquittung bei der Kasse an, die ist kostenfrei, und wir gehen die Behandlungen der letzten Jahre gemeinsam durch, damit die Angaben im Antrag vollständig sind. Der Grund für diese Reihenfolge: Eine förmliche Ablehnung wird aktenkundig und muss bei jedem späteren Antrag angegeben werden. Anonym angefragt passiert das nicht — und eine Ablehnung beim falschen Versicherer kann den Weg zu einem wirklich passenden Tarif für Deinen Kammerberuf verbauen.

Woran erkenne ich den richtigen Versicherer für meine Berufsgruppe?

Das hängt an Deiner Berufsgruppe: Für Ärzt:innen gibt es spezielle Heilberufe-Tarife, wobei auch die nicht immer gut sind. Für Anwälte, Steuerberater und Architekten sind dagegen dieselben Tarife relevant wie für alle anderen. Hier zählen vor allem die Leistungen — Anschlussheilbehandlung und Reha, dazu die übrigen Leistungsmerkmale —, dass der Tarif nicht zu günstig bepreist ist, und die Annahmepolitik des Versicherers. Wichtig zu wissen: Nur sehr wenige Tarife bringen diese Leistungen wirklich mit.

Brauche ich ein Krankentagegeld, wenn das Versorgungswerk doch BU-Rente zahlt?

Gerade deswegen. Das Versorgungswerk prüft berufsspezifisch und setzt für die Rente regelmäßig voraus, dass Du Deine Berufstätigkeit aufgibst — eine längere Krankheit davor überbrückt es nicht. Das Krankentagegeld schließt die Phase zwischen dem Ende der Lohnfortzahlung (angestellt) beziehungsweise ab Tag 1 (selbstständig) und einer BU-Leistung. Höhe und Startzeitpunkt werden auf Dein Einkommen und Deine Fixkosten kalibriert. Genauso wichtig ist die private BU: Sie leistet bereits, wenn Du Deine zuletzt ausgeübte Tätigkeit nur noch zur Hälfte ausüben kannst — das Versorgungswerk erst, wenn praktisch gar nichts mehr geht.

Kontakt

GKV-Falle, Reha-Lücke, Risikovoranfrage — 30 Minuten geklärt.

PKV-Tarifwahl, Kammerberufe-Spezifika, anonyme Risikovoranfrage — alle KV-Fragen in einem Erstgespräch.

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PKV ist klar, aber wie steht's um die Berufsunfähigkeit? Die Versorgungswerkrente greift erst, wenn Du den Beruf aufgibst — die private BU deutlich früher. Zur BU im Versorgungswerk →