Bis 25 familienversichert, danach geht es in der Regel in die studentische GKV für ca. 140–160 € im Monat (inkl. Pflegeversicherung, Stand 2026); für die meisten Studierenden ist das der unkomplizierteste und richtige Weg.
Ausnahme: Wer zu Studienbeginn über die Eltern privat versichert war und sich von der studentischen GKV hat befreien lassen, bleibt das ganze Studium privat; die Befreiung ist unwiderruflich. Beamtenkinder trifft das doppelt: Mit dem Ende des Kindergeldanspruchs (meist 25) fällt die Beihilfe weg, und aus dem günstigen Restkostentarif wird ein voller PKV-Tarif, wodurch der Beitrag von ca. 80–100 € auf ca. 250–300 € steigt.
Die eigentliche Frage kommt am Ende des Studiums: Was passiert beim Übergang? Wer angestellt wird, ist in der Regel gesetzlich krankenversichert, die Kasse wählst Du selbst. Liegt Dein Gehalt von Anfang an über der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2026: 77.400 €), bist Du versicherungsfrei und kannst zwischen freiwilliger GKV und PKV wählen. Wer selbstständig wird, läuft automatisch als freiwilliges Mitglied in der GKV weiter; auch hier ist ein Wechsel in die PKV möglich. Wer Beamtenanwärter wird, hat Anspruch auf Beihilfe und sollte sich schnellstens um eine PKV kümmern: In den ersten sechs Monaten nach der Verbeamtung nimmt Dich dank Öffnungsaktion jeder Versicherer auf. Und wer heute schon absehen kann, dass die PKV später relevant wird (Beamtenlaufbahn, Selbstständigkeit, hohes Gehalt), sichert sich mit einem Optionstarif für wenige Euro im Monat den heutigen Gesundheitszustand: Der spätere Einstieg klappt dann ohne neue Gesundheitsprüfung.
Das kleine Fenster beim Berufseintritt entscheidet oft über den KV-Weg für die nächsten Jahrzehnte. Wer es verpasst, zahlt oder hat schlechtere Optionen.
Fabio Rausch · Versicherungskonsil