Schwerpunkt · Private Krankenversicherung

Für viele Ärzte kommt die PKV-Frage früher als gedacht.

Die meisten Assistenzärzte denken, um die PKV muss man sich erst nach dem Facharzttitel kümmern. Das stimmt selten — mit Bereitschaftsdiensten wird die Jahresarbeitsentgeltgrenze (77.400 € · 2026) oft schon in der Weiterbildung erreicht. Und ein Optionstarif macht fast immer schon vorher Sinn.

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PKV-Weg-Check — Zwei bis drei Fragen — danach weißt Du, wo Du stehst.

Wo stehst Du gerade?

Danach richten sich alle weiteren Fragen und Dein Ergebnis.

Diese Einordnung ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich sind Deine Gehaltsabrechnung, Dein Dienstplan und Deine Vertragsgestaltung.

Zwei Systeme

Gesetzlich oder privat — zwei Logiken mit eigenen Regeln.

Die PKV ist kein besserer Tarif, sondern ein anderes System. Was Du mit dreißig entscheidest, wirkt bis in den Ruhestand — und zwar in beide Richtungen.

Gesetzlich Privat
Finanzierungsgrundlage Umlagefinanziert: die jetzigen Beitragszahler zahlen für alle Kapitalgedeckt: Du bildest Alterungsrückstellungen für Deine Kosten im Alter
Wonach sich der Beitrag richtet Nach Deinem Einkommen Nach Leistung, Alter und Gesundheit bei Abschluss
Was der demografische Wandel bedeutet Weniger Einzahler, mehr Empfänger — steigende Beitragslast Alterungsrückstellungen mildern dieses Risiko
Wie sicher die Leistung ist Gesetzlicher Katalog, politisch änderbar Vertraglich zugesagt, Änderungen zum Negativen in der Regel nicht möglich
Wann der Beitrag steigt Steigendes Gehalt, steigender Zusatzbeitrag der Kasse — und jedes Jahr die Beitragsbemessungsgrenze, sobald Du darüber liegst Steigende Leistungsausgaben, steigende Lebenserwartung oder sinkender Rechnungszins können zu Beitragsanpassungen führen
Was im Ruhestand passiert Als freiwillig Versicherter zahlst Du auf alle Einkünfte, auch auf Mieten und Kapitalerträge. In die günstigere Versicherung der Rentner kommst Du ohne gesetzliche Rente meist gar nicht Der Beitrag bleibt einkommensunabhängig. Ohne gesetzliche Rente gibt es dafür auch keinen Beitragszuschuss der Rentenversicherung

Was das konkret heißt: so ist der GKV-Beitrag gestiegen

Jahr Zusatz Beitrag Anstieg
2022 1,3 % 933,64 €
2023 1,6 % 977,56 € +4,7 %
2024 1,7 % 1.050,53 € +7,5 %
2025 2,5 % 1.174,17 € +11,8 %
2026 2,9 % 1.261,32 € +7,4 %
2027* ca. 3,5 % ca. 1.422 € +12,7 %

Enthalten sind der allgemeine Beitragssatz von 14,6 %, der durchschnittliche Zusatzbeitrag und die Pflegeversicherung für Kinderlose — gerechnet auf die Beitragsbemessungsgrenze, jeweils zum 1. Januar. Angestellt trägst Du davon die Hälfte, niedergelassen und als freiwillig versicherter Rentner den vollen Betrag. Von 2022 bis 2027 sind das rund 52 % mehr, bei einem allgemeinen Beitragssatz, der sich in all den Jahren nicht verändert hat.

* 2027 ist eine Prognose: Die außerordentliche Anhebung der Bemessungsgrenze um 3.600 € steht im Gesetz, der reguläre Teil und der Zusatzbeitrag werden im Herbst festgelegt — der Schätzerkreis sieht ihn zwischen 3,3 und 3,9 %. Die geplante Pflegereform ist darin noch nicht eingerechnet.

Das sind die Unterschiede, die am häufigsten den Ausschlag geben — unter anderem. Welche für Dich zählen, klären wir im Erstgespräch →

Gesundheitsfragen

Gesundheitsfragen — der Teil, bei dem Fehler besonders schmerzhaft sind.

Was schiefgehen kann. Die Gesundheitsfragen im Antrag sind kein Formalismus. Wer sie falsch oder unvollständig beantwortet, riskiert, dass der Versicherer im Leistungsfall vom Vertrag zurücktritt — im schlechtesten Fall bleibt der Basistarif, und die Rechnungen, die schon da sind, bleiben an Dir hängen. Das kann Jahre nach Abschluss passieren, genau dann, wenn Du den Schutz brauchst.

Wie eine saubere Aufarbeitung aussieht. Du forderst Deine Patientenquittung bei der Kasse an, die ist kostenfrei, und wir gehen die Behandlungen der letzten Jahre gemeinsam durch. Du weißt aus Deinem eigenen Alltag, wie großzügig ein ICD-Code manchmal gesetzt wird, wenn er die Abrechnung trägt — und genau diese Diagnosen tauchen später in Deiner Akte auf, ohne dass Du je davon erfahren hast. Was unklar ist, klären wir vorher und schützen Dich damit vor einem Rücktritt im Fall einer Prüfung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

Warum die anonyme Voranfrage davorsteht. Bevor irgendein Antrag mit Deinem Namen rausgeht, prüfe ich anonym bei mehreren Versicherern, ob und zu welchen Bedingungen Du angenommen wirst. Das vermeidet zwei Risiken: Ablehnungen, die Du bei jedem späteren Antrag offenlegen musst — und Risikozuschläge, die vorschnell akzeptiert werden, obwohl ein anderer Versicherer Dich ohne Zuschlag nimmt. Wer früh in der Weiterbildung wechselt, hat hier den größten Spielraum: Die Vorgeschichte ist kurz, und die Reihenfolge der Anfragen lässt sich noch frei wählen.

Das sind die Punkte, an denen es am häufigsten hängt — unter anderem. Deine Vorgeschichte gehen wir im Erstgespräch gemeinsam durch →

Leistung

Zwischen zwei PKV-Tarifen liegen Welten — und das sieht man dem Beitrag nicht an.

ambulantstationär und KlinikwahlZahnVorsorgeArznei- und HeilmittelPsychotherapieHilfsmittelReha und AnschlussheilbehandlungGOÄ-Steigerungssätze + viele weitere

Wo Tarife auseinandergehen. In diesen Punkten unterscheiden sich Tarife darin, ob sie überhaupt leisten, ob die Leistung garantiert ist und ob sie voll oder nur zum Teil erstatten — weil im Kleingedruckten Fallstricke übersehen wurden. Freie Arztwahl und Chefarztbehandlung sind das eine, entscheidend wird meist, was in der Zeile darunter steht.

Wo ein Tarif unter GKV-Niveau fallen kann. Psychotherapie ist teils auf eine Sitzungszahl begrenzt oder mit Eigenanteilen versehen, Hilfsmittel stehen in geschlossenen Katalogen oder haben Sublimits wie 1.000 € je Hörgerät oder 15.000 € für Prothesen. Wer nur auf das Highlightblatt mit freier Arztwahl und Chefarztbehandlung schaut, übersieht genau die Stellen, an denen die PKV schlechter sein kann als die GKV.

Warum die Steigerungssätze für Dich der schnellste Test sind. Du schreibst selbst Rechnungen nach der GOÄ und weißt, was oberhalb des 2,3-fachen Satzes passiert: Es muss schriftlich begründet werden, und der Rahmen reicht bis zum 3,5-fachen. Genau dort trennen sich die Tarife. Manche erstatten nur bis zum Regelhöchstsatz — die begründete Differenz zahlt dann der Patient, und in dieser Rolle bist Du selbst, sobald Du bei einem Kollegen sitzt. Für technische Leistungen und Labor gelten eigene Schwellen, das 1,8- und das 1,15-fache, die in Tarifbedingungen gern übersehen werden. Ein Tarif, der über die Regelhöchstsätze hinaus erstattet, ist bei Dir deshalb kein Komfort, sondern der Normalfall, den Du brauchst.

Wie man das prüft. Im Leistungsfall zählt der Vertrag, nicht die Werbung: die Bedingungen im Wortlaut, nicht das Highlightblatt, und keine Ratings. Zugesagtes zählt, keine Testnoten.

An diesen Stellen gehen Tarife am weitesten auseinander — unter anderem. Was für Dich zählt, sortieren wir im Erstgespräch →

Die kritische Lücke

Was bei fast jedem Arzttarif fehlt: die Reha.

Als Arzt bist Du Pflichtmitglied im Versorgungswerk Deiner Kammer und von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit — Du sammelst dort also keine Pflichtbeiträge. Eine medizinische Reha der Rentenversicherung setzt aber genau die voraus: sechs Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen in den letzten zwei Jahren oder fünfzehn Beitragsjahre, meist noch aus einer Zeit vor der Approbation.

Wer gesetzlich krankenversichert ist, hat dann immer noch einen Auffang: Fällt die Rentenversicherung aus, leistet die Krankenkasse. In der PKV gibt es diesen Auffang nicht. Dort gilt, was im Tarif steht — und sonst nichts.

„In den meisten PKV-Tarifen — auch solchen, die als Arzttarif vermarktet werden — ist die Reha-Abdeckung eingeschränkt oder unvollständig. Das ist die Lücke, die ich in fast jedem Erstgespräch finde."

Drei Leistungen, auf die es ankommt — und wie die meisten Tarife damit umgehen:

Leistung Die meisten Tarife Was Dein Tarif braucht
Anschlussheilbehandlung (AHB)
Teilweise, mit Einschränkungen
Vollständig, ohne Einschränkungen
Stationäre Rehabilitation
Nicht vorgesehen oder stark eingeschränkt
Vollständig abgedeckt
Ambulante Rehabilitation
Nicht vorgesehen oder stark eingeschränkt
Vollständig abgedeckt

Es gibt Tarife am Markt, die alle drei Punkte sauber abdecken — Du musst nur wissen, welche das sind. Genau dafür bin ich da.

Haltung

„Ich verkaufe nichts, was Du nicht brauchst."

Was schiefgeht

Die vier häufigsten PKV-Fehler.

Bei der PKV sehe ich in fast jeder zweiten Beratung dieselben vier Fehler — die meisten lassen sich vermeiden.

Tarif nur nach Preis gewählt

Billig heißt fast immer: schlechtere Leistungen oder Unterkalkulation. Beides rächt sich — im Leistungsfall oder durch hohe Beitragssprünge.

Gesundheitshistorie nicht sauber aufgearbeitet

Du weißt selbst, wie ungenau ICD-Codes abgerechnet werden. Ohne Patientenquittung bleiben fehlerhafte Diagnosen unentdeckt — und gefährden Deinen Vertrag.

Wichtige Klauseln nicht geprüft

Reha, Beitragsentlastung im Alter, weltweiter Schutz — ohne die richtigen Klauseln reichen die Leistungen im Ernstfall nicht. Online-Rechner zeigen das nicht.

Keinen Optionstarif abgeschlossen

Noch nicht wechselfähig? Für wenige Euro sicherst Du Dir das Recht, später ohne Gesundheitsprüfung in die PKV zu wechseln.

Klare Antworten

Häufige Bedenken — ehrlich beantwortet.

Häufiges Bedenken

Wird die PKV im Alter nicht unbezahlbar?

Der Beitrag steigt — nur nicht mit Deinen Einkünften.

Ehrliche Antwort: Auch privat steigt der Beitrag, und niemand kann Dir das Gegenteil versprechen. Was ihn dämpft, ist die Alterungsrückstellung, die von Anfang an genau dafür angespart wird. Für Dich als Arzt kommen zwei Dinge dazu: Die Krankenversicherung der Rentner erreichst Du nach einem Berufsleben in der PKV in aller Regel nicht — und den Beitragszuschuss der Rentenversicherung gibt es nur zu einer gesetzlichen Rente, die Du über das Versorgungswerk nicht beziehst. Der Unterschied bleibt trotzdem: In der GKV wächst der Beitrag mit allen Deinen Einkünften, privat mit den Leistungsausgaben Deines Tarifs.

Häufige Frage

Was ist mit meinen Kindern?

Ca. 65–90 € netto pro Kind — für dasselbe Leistungsniveau.

In der PKV muss jedes Kind separat versichert werden. Pro Kind ca. 65–90 € netto. Dafür bekommen auch Deine Kinder dasselbe Leistungsniveau. Familienplanung ist fester Bestandteil jeder guten PKV-Beratung.

Häufige Frage zum Alltag

Was passiert, wenn ich länger krank werde?

Nach sechs Wochen zahlt niemand mehr — außer Du hast Krankentagegeld.

Angestellt zahlt Dein Arbeitgeber sechs Wochen lang das Gehalt weiter. Danach springt in der GKV das Krankengeld ein, in der PKV nicht — dort leistet nur ein Krankentagegeld, das Du vereinbart hast. Das Versorgungswerk hilft in dieser Phase ebenfalls nicht: Es zahlt erst bei Berufsunfähigkeit und setzt dafür regelmäßig voraus, dass Du Deine ärztliche Tätigkeit aufgibst. Die Monate dazwischen deckt allein das Krankentagegeld — es gehört deshalb in den Vertrag hinein und nicht auf eine Liste mit Extras.

Mein Qualitätsmaßstab

Ich arbeite im PremiumCircle-Netz­werk

PremiumCircle entwickelt eine objektive Vergleichssoftware für Versicherungsbedingungen — und vereint spezialisierte, freie Makler.

Frei von Versicherereinfluss

Vollständig privat — keine Beteiligung oder Einfluss von Versicherern oder Vertriebspools.

Bedingungs-Analyse

Software, die Tarif-Bedingungen (AVB) Wort für Wort und quellenbasiert auswertet — keine Ratings, keine Noten, sondern der Vertragstext selbst.

Laufend geschult

IDD-zertifizierte Fortbildung und regelmäßiger Austausch im Experten-Netzwerk.

PremiumCircle ist selbst kein Makler und verkauft nichts — reine Analyse und Schulung. Genau das macht den Vergleich glaubwürdig.

Ablauf

In vier Schritten zur richtigen PKV.

Bei mir beginnt die PKV-Beratung nicht mit einem Tarifvergleich, sondern mit dem Fundament: Deiner Situation und Deiner Gesundheitshistorie.

ca. 45 Min

Systemvergleich & Situationsanalyse

Ich schaue auf Deine aktuelle Situation — beruflich, finanziell, familiär. Dabei kläre ich mit Dir, ob die PKV langfristig die richtige Wahl ist. Ehrlich und ergebnisoffen.

ca. 30 Min

Aufarbeitung der Patientenquittung

Ich fordere Deine Patientenquittung an und arbeite Deine Gesundheitshistorie sauber auf. Fehlerhafte Diagnosen werden identifiziert. Erst dann starte ich die anonyme Risikovoranfrage.

ca. 45 Min

Tarifberatung & Strategie

Auf Basis der Risikovoranfragen stelle ich Dir die passenden Tarife vor — mit allen Vor- und Nachteilen. Du verstehst genau, warum ich was empfehle.

ca. 30 Min

Umsetzung & laufende Betreuung

Antrag, Wechsel und alle Formalitäten laufen digital und unkompliziert. Danach bleibe ich Dein Ansprechpartner — in jeder neuen Lebensphase.

Fabio Rausch — PKV-Beratung spezialisiert auf Ärzte und Zahnärzte

„Jede Beratung beginnt mit dem Fundament, nicht dem Tarif."

Fabio Rausch · Versicherungskonsil
Dein nächster Schritt

Drei Wege zur richtigen PKV — einer passt zu Dir.

Du bist bereits privat versichert?

Lass Deinen bestehenden Tarif auf Lücken prüfen — besonders bei der Reha und der Beitragskalkulation. Eine Zweitmeinung kostet 30 Minuten.

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PKV · Häufige Fragen

Häufige Fragen zur PKV.

Antworten auf die Fragen, die mir zur PKV am häufigsten gestellt werden.

Was kostet eine gute PKV für Ärzte?

Für einen 30-jährigen Assistenzarzt liegt ein leistungsstarker, sauber kalkulierter Tarif brutto meist zwischen 800 und 1.100 €. Netto — nach Arbeitgeberzuschuss und Steuererstattung — bleiben davon rund 300–350 €. Vorsicht bei deutlich günstigeren Angeboten.

Gibt es Tarife speziell für Ärzte?

Ja, in zwei Varianten: Tarife, die ausschließlich für Heilberufe abschließbar sind — eigenes Kollektiv, im Beitrag oft rund 15 % günstiger — und regulär offene Tarife, die Medizinern einen eigenen Nachlass einräumen. Nur: „Ärztetarif" ist keine Qualitätsaussage. Einige erfüllen ausgerechnet die Punkte nicht, auf die es bei Medizinern ankommt, allen voran die Reha. Von den Tarifen mit echtem Medizinerzuschnitt halte ich drei für wirklich gut.

Was ist eine Patientenquittung und warum ist sie wichtig?

Die Patientenquittung zeigt alle bei Deiner GKV abgerechneten Diagnosen. Sie ist die Grundlage für eine saubere Gesundheitsprüfung — fehlerhafte Abrechnungen kommen regelmäßig vor.

Was ist ein Optionstarif?

Ein Optionstarif sichert Dir für einen kleinen Beitrag (ca. 5 €/Monat) das Recht, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in die PKV zu wechseln. Besonders sinnvoll für Medizinstudierende.

Was kostet die PKV-Beratung?

Die Beratung finanziert sich über die Courtage der Versicherungsgesellschaften — für Dich entstehen keine Kosten. Als Makler bin ich an keine Gesellschaft gebunden. Das Erstgespräch ist kostenlos.

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