Krankenversicherung · Für Angestellte

PKV-Wechsel für Angestellte — ab wann dieser sinnvoll ist.

Die JAEG liegt 2026 bei 77.400 €. Liegst Du darüber, steht Dir die PKV offen. Was Du vorher wissen musst und wie Du die Entscheidung so triffst, dass Du in 30 Jahren noch zufrieden damit bist, das erfährst Du hier.

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Gehalt > JAEG — ein PKV-Wechsel ist möglich. Aber ist er auch der richtige Weg?

Der Weg scheint klar: über 77.400 € verdient, also wechseln. Punkt. Nur zählt nicht Dein Bruttogehalt, sondern was übrig bleibt, wenn man die Bestandteile abzieht, die gar nicht mitzählen — eine bAV-Entgeltumwandlung etwa oder einmalige Sonderzahlungen.

Hast Du das geprüft und darfst tatsächlich wechseln, kommt der wichtigere Teil. Drei Dinge entscheiden darüber, ob Du mit dieser Entscheidung auch in 30 Jahren noch zufrieden bist:

  • Die Systemunterschiede verstehen. Nur so weißt Du, ob die PKV überhaupt zu Dir passt.
  • Die Gesundheit sauber aufarbeiten. Sonst drohen im schlimmsten Fall der Basistarif und Rechnungen, auf denen Du sitzen bleibst.
  • Die Leistungsunterschiede der Tarife kennen. Sie entscheiden darüber, was Du im Ernstfall wirklich bekommst.

Zu allen dreien findest Du hier das Wichtigste in kompakter Form.

Wenn Du die JAEG zum ersten Mal überschreitest, ist die teuerste Entscheidung, den Wechsel ungeprüft zu machen — oder ihn ungeprüft zu lassen.

— Fabio Rausch · Versicherungskonsil

30-Sekunden-PKV-Check

Wo stehst Du gerade? Wähle Deine Situation — sofortige Ersteinschätzung.

Vier typische Situationen bei Angestellten. Eine Auswahl genügt:

Diese Einordnung ersetzt keine individuelle Beratung. Maßgeblich ist Deine konkrete Gehaltsabrechnung und Vertragslage.

Maßgebliches Entgelt

Was zählt zur JAEG — und was nicht?

✓ Zählt mit
  • Festgehalt
  • Regelmäßige Sonderzahlungen (auch ohne Vertrag)
  • Überstunden, pauschal abgegolten
  • Dienstwagen und andere Sachbezüge
✗ Zählt nicht
  • bAV-Entgeltumwandlung mindert das Entgelt
  • Einmalige und Ermessensboni
  • Überstunden, tatsächlich abgerechnet
  • Miete, Kapitalerträge, Nebengewerbe

Ebenfalls mit dabei: Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen, Fahrgeldpauschalen, ständig gezahlte Schicht- und Schmutzzulagen sowie Provisionen, die Dein Monatsgehalt mitprägen. Außen vor bleiben Familienzuschläge, Jubiläumszuwendungen, Urlaubsabgeltung, Belegschaftsrabatte und die Erstattung tatsächlicher Fahrtkosten.

Ein Stolperstein zum Schluss: Das steuerliche Brutto ist nicht dasselbe wie das sozialversicherungspflichtige. Was die Grenze am Ende reißt, steht in Deiner Abrechnung — das rechnen wir im Erstgespräch zusammen durch →

Zwei Systeme

Gesetzlich oder privat — zwei Logiken mit eigenen Regeln.

Die PKV ist kein besserer Tarif, sondern ein anderes System. Wer das versteht, entscheidet nicht nach Beitrag, sondern nach dem, was er langfristig davon hat.

Gesetzlich Privat
Finanzierungsgrundlage Umlagefinanziert: die jetzigen Beitragszahler zahlen für alle Kapitalgedeckt: Du bildest Alterungsrückstellungen für Deine Kosten im Alter
Wonach sich der Beitrag richtet Nach Deinem Einkommen Nach Leistung, Alter und Gesundheit bei Abschluss
Was der demografische Wandel bedeutet Weniger Einzahler, mehr Empfänger — steigende Beitragslast Über die Alterungsrückstellungen eingepreist
Wie sicher die Leistung ist Gesetzlicher Katalog, politisch änderbar Vertraglich zugesagt, Änderungen zum Negativen in der Regel nicht möglich
Wann der Beitrag steigt Wenn Deine Kasse den Zusatzbeitrag anhebt — und jedes Jahr automatisch mit der Beitragsbemessungsgrenze, auch wenn der Satz gleich bleibt Wenn Leistungsausgaben oder Lebenserwartung von der Kalkulation abweichen — dann wird auch der Rechnungszins nachgezogen

Was das konkret heißt: so ist der GKV-Beitrag gestiegen

Jahr Zusatz Beitrag Anstieg
2022 1,3 % 933,64 €
2023 1,6 % 977,56 € +4,7 %
2024 1,7 % 1.050,53 € +7,5 %
2025 2,5 % 1.174,17 € +11,8 %
2026 2,9 % 1.261,32 € +7,4 %
2027* ca. 3,5 % ca. 1.422 € +12,7 %

Enthalten sind der allgemeine Beitragssatz von 14,6 %, der durchschnittliche Zusatzbeitrag und die Pflegeversicherung für Kinderlose — gerechnet auf die Beitragsbemessungsgrenze, jeweils zum 1. Januar. Als Arbeitnehmer trägst Du die Hälfte, Dein Arbeitgeber die andere. Von 2022 bis 2027 sind das rund 52 % mehr, bei einem allgemeinen Beitragssatz, der sich in all den Jahren nicht verändert hat.

* 2027 ist eine Prognose: Die außerordentliche Anhebung der Bemessungsgrenze um 3.600 € steht im Gesetz, der reguläre Teil und der Zusatzbeitrag werden im Herbst festgelegt — der Schätzerkreis sieht ihn zwischen 3,3 und 3,9 %. Die geplante Pflegereform ist darin noch nicht eingerechnet.

Das sind die Unterschiede, die am häufigsten den Ausschlag geben — unter anderem. Welche für Dich zählen, klären wir im Erstgespräch →

Gesundheitsfragen

Gesundheitsfragen — der Teil, bei dem Fehler besonders schmerzhaft sind.

Was schiefgehen kann. Die Gesundheitsfragen im Antrag sind kein Formalismus. Wer sie falsch oder unvollständig beantwortet, riskiert, dass der Versicherer im Leistungsfall vom Vertrag zurücktritt — im schlechtesten Fall bleibt der Basistarif, und die Rechnungen, die schon da sind, bleiben an Dir hängen. Das kann Jahre nach Abschluss passieren, genau dann, wenn Du den Schutz brauchst.

Wie eine saubere Aufarbeitung aussieht. Du forderst Deine Patientenquittung bei der Kasse an, die ist kostenfrei, und wir gehen die Behandlungen der letzten Jahre gemeinsam durch. Diagnosen, die plötzlich in der Abrechnung auftauchen und an die sich niemand erinnert oder die vom Arzt falsch abgerechnet wurden, sind der häufigste Grund für spätere Streitigkeiten. Was unklar ist, klären wir vorher — und schützen Dich damit vor einem Rücktritt im Fall einer Prüfung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

Warum die anonyme Voranfrage davorsteht. Erst wenn das Bild vollständig ist, geht die Anfrage raus — anonym, ohne Deinen Namen, an mehrere Gesellschaften. Der Unterschied ist entscheidend: Eine förmliche Ablehnung wird aktenkundig und muss bei jedem späteren Antrag angegeben werden. Anonym angefragt passiert das nicht.

Das sind die Punkte, an denen es am häufigsten hängt — unter anderem. Deine Vorgeschichte gehen wir im Erstgespräch gemeinsam durch →

Leistung

Zwischen zwei PKV-Tarifen liegen Welten — und das sieht man dem Beitrag nicht an.

ambulantstationärZahnVorsorgePsychotherapieHilfsmittel und RehaGOÄ-Höchstsätze + viele weitere

Wo Tarife auseinandergehen. In diesen Punkten unterscheiden sich Tarife darin, ob sie überhaupt leisten, ob die Leistung garantiert ist und ob sie voll oder nur zum Teil erstatten — weil im Kleingedruckten Fallstricke übersehen wurden. Freie Arztwahl und Chefarztbehandlung sind das eine, entscheidend wird meist, was in der Zeile darunter steht.

Wo ein Tarif unter GKV-Niveau fallen kann. Psychotherapie ist teils auf eine Sitzungszahl begrenzt oder mit Eigenanteilen versehen, Hilfsmittel stehen in geschlossenen Katalogen oder haben Sublimits wie 1.000 € je Hörgerät oder 15.000 € für Prothesen, und Reha ohne vorherigen Krankenhausaufenthalt gibt es teils gar nicht oder nur bei bestimmten Diagnosen. Wer nur auf das Highlightblatt mit freier Arztwahl und Chefarztbehandlung schaut, übersieht genau die Stellen, an denen die PKV schlechter sein kann als die GKV.

Wie man das prüft. Im Leistungsfall zählt der Vertrag, nicht die Werbung: die Bedingungen im Wortlaut, nicht das Highlightblatt, und keine Ratings. Zugesagtes zählt, keine Testnoten.

Das sind die Stellen, an denen Tarife am weitesten auseinandergehen — unter anderem. Welche für Dich zählen, klären wir im Erstgespräch →

Vier teure Fehler

Diese vier PKV-Fehler sehe ich bei JAEG-Wechslern am häufigsten.

Gesundheitsfragen nicht aufgearbeitet

Der eine Fehler, den man unter Umständen nicht wiedergutmachen kann. Wer die Fragen aus dem Kopf beantwortet, statt die Patientenquittung durchzugehen, riskiert Jahre später den Rücktritt vom Vertrag — und steht dann ohne Schutz da, mit Rechnungen, die schon geschrieben sind.

Tarif nach Beitrag statt nach Bedingungen gewählt

Der günstigste Tarif ist oft der, der im Leistungsfall am wenigsten zahlt — oder der unerwartet hohe Beitragsanpassungen bekommt, weil die Kalkulation von Anfang an knapp war. Der Beitrag ist das Erste, was man sieht, und das Letzte, wonach man entscheiden sollte.

Krankentagegeld vergessen

Nach sechs Wochen endet die Lohnfortzahlung. In der PKV kommt danach nichts von selbst — das Krankentagegeld ist ein eigener Baustein, der zu Deinem Netto passen muss. In jungen Jahren kostet er wenig, im Ernstfall trägt er die Miete.

Beiträge im Alter nicht eingeplant

Wer heute gegenüber der GKV Geld spart, sollte genau diesen Betrag nutzen, um einen Kapitalstock für später aufzubauen. Der höhere Beitrag im Alter kommt sicher — die Frage ist nur, ob er dann aus dem laufenden Einkommen kommt oder aus einem Topf, den Du dafür angelegt hast.

Klare Antworten

Häufige Bedenken — ehrlich beantwortet.

Häufiges Bedenken

Ist Familienplanung ein Wechsel-Hindernis?

Nein, aber PKV kostet pro Kind extra.

In der GKV sind Kinder und nicht erwerbstätige Partner:innen kostenfrei mitversichert. In der PKV braucht jedes Familienmitglied einen eigenen Vertrag. Das spricht nicht grundsätzlich gegen einen Wechsel, gehört aber früh ins Erstgespräch — besonders wenn eine Geburt kurz bevorsteht und der Antrag fristgerecht laufen muss.

Häufige Frage zum Alltag

Muss ich jede Rechnung selbst einreichen und vorstrecken?

Einreichen ja, vorstrecken meistens nicht.

Im Krankenhaus rechnet die Klinik in aller Regel direkt mit Deinem Versicherer ab. Beim Arzt reichst Du die Rechnung per App ein, und die Erstattung ist meist da, bevor die Rechnung fällig wird. Weil Du selbst entscheidest, ob Du einreichst, wird daraus sogar ein Hebel: Bei kleinen Beträgen kann die Beitragsrückerstattung am Jahresende mehr wert sein als die Erstattung.

Ablauf

In vier Schritten zur richtigen PKV.

Bei mir beginnt die PKV-Beratung nicht mit einem Tarifvergleich, sondern mit der Frage, ob das System überhaupt zu Dir passt.

ca. 45 Min

Passt das System PKV zu Dir?

Wir gehen die Unterschiede zwischen GKV und PKV durch, die für Dich zählen — damit Du fundiert entscheidest. Passt das System gerade nicht, gibt es den Optionstarif.

ca. 30 Min

Bekommen wir Dich gut versichert?

Vor jeder Empfehlung steht die anonyme Voranfrage bei mehreren Gesellschaften. Bekommen wir Dich gerade nicht versichert, stoppen wir hier und prüfen zu einem anderen Zeitpunkt erneut.

ca. 60 Min

Tarifvergleich und Auswahl

Erst danach vergleiche ich die Tarife, die für Dich infrage kommen — Bedingungen im Wortlaut, nicht Ratings. Du bekommst alle Vor- und Nachteile.

ca. 20 Min

Umsetzung und laufende Betreuung

Antrag, Meldung an die Personalabteilung und der Wechsel zum Stichtag laufen digital. Danach bleibe ich Ansprechpartner — bei Jobwechsel, Elternzeit oder Gehaltssprung.

Fabio Rausch — PKV-Beratung für Angestellte ab JAEG-Schwelle

„Erst das System, dann der Tarif."

Fabio Rausch · Versicherungskonsil
PKV · Häufige Fragen

Was JAEG-Wechsler zur PKV am häufigsten fragen.

Ich verdiene über 77.400 € — kann ich sofort wechseln?

Es kommt darauf an. Der Regelfall hängt am Jahreswechsel: Liegt Dein Entgelt im laufenden Jahr über der JAEG und voraussichtlich auch im kommenden Jahr über der dann geltenden, höheren Grenze, endet Deine Versicherungspflicht zum 31.12. — gewechselt wird zum 1. Januar. Ein Blick zurück aufs Vorjahr reicht dafür nicht, entscheidend ist die Prognose nach vorn. Unterjährig geht es trotzdem: Wer eine neue Stelle antritt oder direkt nach dem Studium einsteigt und dabei von Anfang an über der JAEG verdient, ist sofort versicherungsfrei — auch wenn das Gehalt vorher darunter lag.

Wie wirkt sich Elternzeit auf meine PKV aus?

Elternzeit bedeutet keine Rückkehrpflicht in die GKV — Du bleibst in der PKV. Aber: Beitrag wird normal weitergezahlt (kein Arbeitgeberzuschuss während unbezahlter Elternzeit). Wer 30+ Monate Elternzeit plant, sollte das bei der Tarif-Wahl berücksichtigen (z.B. Beitragsstundungs-Optionen, niedrigere Selbstbeteiligungs-Stufe).

Was passiert bei Jobverlust mit der PKV?

Mit ALG I wirst Du wieder versicherungspflichtig, das heißt der Standardweg führt zurück in die GKV. Alternative: Warst Du die letzten fünf Jahre nicht gesetzlich versichert, kannst Du Dich innerhalb von drei Monaten befreien lassen und in der PKV bleiben; die Agentur für Arbeit zahlt dann einen Zuschuss bis zur Höhe des dann zu zahlenden GKV-Beitrags. Das sollte man aber abwägen: Die Befreiung ist unwiderruflich, der Zuschuss deckt nicht unbedingt den vollen PKV-Beitrag ab und es kann weitere Nachteile geben. Hier lohnt sich eine genaue Betrachtung der individuellen Situation.

Komme ich je wieder zurück in die GKV?

Bis 55 in aller Regel ja, aber nur über die Versicherungspflicht: wenn Dein Gehalt unter die JAEG fällt, bei Arbeitslosigkeit mit ALG I oder über die Familienversicherung des Partners. Einen freien Wechsel zurück gibt es nicht. Ab 55 wird es sehr eng, hier ist ein Wechsel zurück in der Regel ausgeschlossen.

Lohnt sich PKV mit 35 noch?

Häufig ja, wenn das Einkommen langfristig deutlich über JAEG bleibt und keine Familienplanung mit GKV-Vorteilen kollidiert. Mit 35 ist das Eintrittsalter noch wirtschaftlich. Mit 45 wird die Rechnung knapper. Mit 55 ist meist GKV die ehrlichere Empfehlung — Eintrittsalter und kürzerer Berufshorizont kompensieren sich gegenseitig.

Wie funktioniert der Arbeitgeberzuschuss zur PKV?

Der Arbeitgeber zahlt 50 % des PKV-Beitrags, maximal aber den Höchstzuschuss (2026: 508,59 €/Monat für die KV; zur Pflegepflichtversicherung kommt ein eigener Zuschuss von bis zu 104,63 € dazu). Bei einem PKV-Beitrag von 700 € zahlt der Arbeitgeber 350 €, bei 1.200 € nur 508,59 € — den Rest trägst Du. Diese Deckelung wird bei der Beitragsentwicklung im Alter relevant: Beitragsanstiege treffen Dich dann zu 100 %.

Brauche ich in der PKV ein Krankentagegeld?

Ja, fast immer. Nach sechs Wochen endet die Lohnfortzahlung. In der PKV kommt danach nichts von selbst — dort ist die Lücke offensichtlich, weil das Krankentagegeld ein eigener Baustein ist. Aber auch das gesetzliche Krankengeld hätte Dein Einkommen nicht ersetzt: 70 % vom Brutto, höchstens 90 % vom Netto, gedeckelt auf die Beitragsbemessungsgrenze — und davon gehen noch Deine Anteile zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab. Beim Wechsel wird das Krankentagegeld deshalb direkt auf Dein Netto zugeschnitten, üblich ab dem 43. Tag. In jungen Jahren kostet es wenig.

Wird die PKV im Alter unbezahlbar?

Ehrliche Antwort: Der Beitrag steigt, und niemand kann Dir das Gegenteil versprechen. Was ihn dämpft, ist die Alterungsrückstellung und der gesetzliche Zuschlag von 10 %, der vom 21. bis zum 60. Lebensjahr genau dafür angespart wird. Was viele übersehen: Im Ruhestand fällt der Arbeitgeberzuschuss weg. Die Rentenversicherung zahlt zwar einen Zuschuss — den halben Beitragssatz auf Deine Rente, höchstens die Hälfte Deines Beitrags — und das Krankentagegeld entfällt, trotzdem bleibt meist eine Lücke zum vorherigen Arbeitgeberzuschuss. Genau die plant man beim Abschluss ein, über einen Beitragsentlastungstarif oder andere Entlastungskonzepte. Fairerweise gehört dazu: Wärst Du in der GKV geblieben, richtete sich Dein Beitrag im Alter nach Deiner Rente — auf die gesetzliche Rente zahlst Du dort nur den halben Satz. Auf eine Betriebsrente allerdings den vollen, was schnell ins Gewicht fällt. Und ob Kapitalerträge dauerhaft beitragsfrei bleiben, weiß niemand.

Lohnt sich ein Beitragsentlastungstarif für mich als Angestellte:r?

Fast immer eine Prüfung wert: Der Beitragsentlastungstarif (BET) zählt zum PKV-Beitrag, also übernimmt Dein Arbeitgeber die Hälfte — solange Dein Höchstzuschuss noch nicht ausgeschöpft ist. Der Zuschuss ist steuer- und abgabenfrei, und die spätere Entlastung ist keine steuerpflichtige Einnahme: Anders als bei einer privaten Rente musst Du das Geld fürs Beitragzahlen im Alter nicht erst versteuern. Beispiel: BET-Beitrag 160 € im Monat, davon trägt der Arbeitgeber 80 €; nach Steuerwirkung bleiben rund 50 € echter Eigenaufwand. Dafür eingekauft: eine garantierte Entlastung von rund 770 € im Ruhestand. Da der BET-Beitrag weiterläuft, sinkt Dein Monatsbeitrag netto um rund 610 €.

Nächster Schritt

30 Minuten digital — ich prüfe, ob JAEG-Überschreitung dauerhaft hält, welcher PKV-Tarif zu Deiner Situation passt und ob der Wechsel Sinn ergibt.

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