Versicherungsmakler
- Wählt aus einem breiten Markt
- Steht rechtlich auf Deiner Seite und haftet persönlich
- Courtage der Versicherung, je nach Makler auch Honorartarife
Ob Lehramt, Verwaltung oder Justiz: Die PKV mit Beihilfe und die BU mit echter DU-Klausel hängen beide an Deinen Gesundheitsfragen und sind deshalb zeitkritisch. Für den Rest bleibt Dir mehr Zeit.
Wer schon im Studium erahnen kann, dass eine Verbeamtung ansteht, sollte jetzt drei Weichen stellen. Später wird es nie wieder so günstig. BU und Optionstarif sind unabhängig vom Berufsziel Pflicht, bei der Haftpflicht lohnt der Blick, ob die der Eltern noch greift.
Als Studierende:r oder Referendar:in bekommst Du die günstigste Einstufung Deines Lebens: junger Gesundheitszustand, Studenten-Konditionen. Wichtig für angehende Beamte: den Tarif so wählen, dass er eine echte Dienstunfähigkeitsklausel enthält oder sich später entsprechend anpassen lässt.
Wer sicher in die Verbeamtung geht, landet fast sicher in der PKV. Ein Optionstarif friert ab 1 € pro Monat Deinen heutigen Gesundheitszustand ein. Bist Du schon kurz vor dem Referendariat, solltest Du den Wechsel so früh wie möglich planen.
Eine Privathaftpflicht ist für kleines Geld Pflichtprogramm. Fürs Referendariat kommt die sogenannte Diensthaftpflicht dazu: Sie deckt Schäden ab, die Du im Dienst verursachst und für die Dich der Dienstherr in Regress nimmt.
Vom Studium bis zum Vorbereitungsdienst wechselt die Krankenversicherung oft mehrmals, und jede Phase hat ihre eigenen Regeln. Lies weiter, um zu erfahren, worauf Du achten musst.
Beitragsfrei über die Eltern, solange Du unter der Einkommensgrenze bleibst: 2026 sind das 565 €/Monat, bei einem Minijob 603 €/Monat. Oder Du bist über die Eltern privat versichert.
Läuft die Familienversicherung aus, folgt die studentische GKV für ca. 140–160 €/Monat inklusive Pflegeversicherung. Bist Du privat versichert, kann es sein, dass Du jetzt in einen teureren Tarif wechselst, der zwischen 200 und 300 €/Monat kostet, gerade wenn Deine Eltern verbeamtet sind und die Beihilfe für Dich wegfällt.
Mit dem Anwärter-Status endet die GKV-Pflicht. Die Beihilfe deckt ab jetzt in der Regel 50 %, den Rest übernimmt ein PKV-Restkostentarif (im Vorbereitungsdienst meist als Anwärtertarif, spürbar günstiger als der reguläre Einstieg).
Gerade GKV-Versicherte sollten vor dem Vorbereitungsdienst einen Optionstarif abschließen, aber auch PKV-Versicherte sollten prüfen, ob er sinnvoll ist. Wer zur Verbeamtung keinen Optionstarif hat und auf die sogenannte Öffnungsaktion angewiesen ist, riskiert hohe Risikozuschläge und fehlende Bausteine wie den Beihilfe-Ergänzungstarif. Die Öffnungsaktion gilt nur sechs Monate ab Deiner erstmaligen Verbeamtung, also meist ab Beginn des Vorbereitungsdienstes: Aufnahme ohne Ablehnung und ohne Ausschlüsse, aber mit bis zu 30 % Zuschlag. Außerdem sind nur wenige Anbieter (etwa fünf) wirklich leistungsstark. Deshalb sollten auch alle, die über die Eltern schon privat versichert sind, prüfen, ob ein anderer Anbieter für sie sinnvoller ist.
Fabio Rausch · Versicherungskonsil
Familienversicherung und studentische GKV im Detail:
Krankenversicherung für Studierende
Beihilfe-Tabelle und typische Tarif-Fehler:
PKV mit Beihilfe
Ein Optionstarif bindet Dich an das Tarifwerk eines einzigen Versicherers, nicht an den ganzen Markt. Nicht irgendeinen zu haben ist Pflicht; den richtigen zu wählen, ist die eigentliche Aufgabe.
Ein Options- oder Anwartschaftstarif bindet Dich später an das Tarifwerk genau dieses einen Versicherers, nicht an den ganzen Markt.
Löst dieser Versicherer wichtige Dinge für Beamte nicht gut, bringt Dir die günstigste Option wenig. Entscheidend sind die Leistungen des Zieltarifs, nicht der günstigste Einstiegspreis.
Manche Optionen laufen nur bis zu einem festen Alter oder wenige Jahre, andere mindestens zehn Jahre und mit flexiblen Ausübungszeitpunkten. Je flexibler, desto besser.
Die PKV ist nur die halbe Absicherung. Die andere Hälfte ist die BU, und die hängt genauso an Deinem Gesundheitszustand.
Wirst Du dienstunfähig, gilt das erst einmal nicht automatisch auch für die private BU. Hier ist eine echte DU-Klausel wichtig: Der Versicherer muss der Entscheidung des Dienstherrn folgen, das vereinfacht den Zugang zur Leistung deutlich. Wichtiger noch als die Klausel: ein sauberes Bedingungswerk ohne Leistungsausschlüsse.
Fehlt die BU noch, ist der Vorbereitungsdienst oft die letzte Chance für eine günstige Einstufung, teilweise sogar mit stark verkürzten Gesundheitsfragen. Sonst bleibt gerade in den ersten fünf Dienstjahren ein besonders großes Risiko ungedeckt: die Dienstunfähigkeit vor der Ernennung auf Lebenszeit.
Mit dem ersten Beamtengehalt gehört die Rente über die Nachversicherungsgarantie angepasst, meist ohne neue Gesundheitsprüfung. Wird Deine Berufsgruppe jetzt günstiger eingestuft, hilft teilweise eine Besserstellungsklausel.
DU-Klauseln, Kosten und bestehende Verträge im Detail:
BU mit echter DU-Klausel
Gerade rund um Studium und Berufseinstieg trifft man auf alle drei Formen. Der Unterschied lohnt sich, bevor irgendwo unterschrieben wird.
Rund um den Berufseinstieg werden oft riesige Rundum-Pakete angeboten. Ich mache es umgekehrt: erst die drei Entscheidungen, die sofort wichtig sind, der Rest folgt, sobald Du ihn brauchst oder möchtest. Zwei Punkte sind trotzdem oft schon relevant; der erste kann sogar schon im Referendariat wichtig werden.
Wirst Du wegen etwas verklagt, das Du im Dienst getan hast, steht Dir oft der Dienstherr bei. Beim Streit mit ihm selbst (Beurteilung, Versetzung, Beförderung, schwerwiegende Vorwürfe) hilft das nicht, genauso wenig bei einem Streit mit einem Versicherer. Als Anwärter:in ist ein privater Rechtsschutz deshalb meist schon zu empfehlen. Wenn Du ihn abschließt, dann bevor etwas ansteht: Der Schutz greift üblicherweise erst nach einer Wartezeit und nie für einen Fall, der schon eingetreten ist.
Früh anzufangen lohnt sich wegen des Zinseszinseffekts, auch schon als Referendar:in. In der Anwärterzeit bleibt dafür bei den meisten aber wenig Geld übrig, deshalb hat das Thema in der Praxis oft erst nach dem Referendariat wirklich Zeit; wenn Besoldungsgruppe und Lebensplanung feststehen, ergibt eine langfristige Bindung ohnehin mehr Sinn.
Phase 1 · Vorbereitungsdienst
Anwärter-Krankenversicherung neben der Beihilfe, oft für 100–150 € im Monat, und die BU mit echter DU-Klausel. Jünger und gesünder als jetzt wirst Du nicht mehr.
Phase 2 · Ernennung auf Probe
Der Anwärtertarif endet, Du wirst in den Normaltarif umgestellt. Der hat teilweise andere Konditionen und gehört einmal geprüft. Die BU ziehst Du aufs neue Gehalt nach.
Phase 3 · Ernennung auf Lebenszeit
Jetzt trägt Dich der Dienstherr bei Dienstunfähigkeit, aber das Ruhegehalt liegt deutlich unter Deinem letzten Gehalt. Die private BU mit echter DU-Klausel bleibt deshalb sinnvoll, und die Ruhestandsplanung kommt auf den Tisch.
Sobald die Richtung Verbeamtung feststeht, spätestens vor dem Referendariat. Im Studium selbst geht es um genau zwei Entscheidungen: BU mit der günstigen Studenten-Einstufung sichern und prüfen, ob ein Optionstarif für die spätere PKV Sinn ergibt. Alles andere (Beihilfe-Tarif, DU-Klausel-Feinschliff, Öffnungsaktion) hat erst mit dem Anwärter-Status seinen Platz.
Das Erstgespräch und die Analyse kosten Dich nichts. Bei PKV und BU arbeite ich auf Courtage-Basis: Schließt Du über mich ab, zahlt der Versicherer eine Vergütung, die im Tarifbeitrag bereits einkalkuliert ist. Derselbe Tarif kostet direkt beim Versicherer nicht weniger. Bei spezialisierten Fragestellungen der Altersvorsorge oder Ruhestandsplanung kann eine Honorarvereinbarung sinnvoll sein, ausschließlich nach vorheriger Vereinbarung; den Preis kennst Du vor Beginn. Und wenn Dein bestehender Vertrag gut ist, sage ich Dir genau das und kann ihn auf Wunsch weiter für Dich betreuen.
Ein Optionstarif sichert Dir das Recht, später ohne neue Gesundheitsprüfung in die PKV einzusteigen, relevant etwa für Polizei- oder Bundeswehr-Beamte mit Heilfürsorge. Eine Anwartschaft hält dagegen einen bestehenden PKV-Tarif warm, etwa während einer Auslandsentsendung oder in der Lücke zwischen Referendariat und Verbeamtung auf Probe. Die kleine Anwartschaft sichert nur Deinen Gesundheitszustand und kostet etwa 5 bis 10 Prozent des Tarifbeitrags, die große zusätzlich Dein Eintrittsalter und kostet 25 bis 40 Prozent. Welcher Weg passt, hängt vor allem von Dauer und Alter ab.
Mit dem Anwärter-Status endet die GKV-Pflicht. Zur Wahl stehen freiwillige GKV oder eine beihilfekonforme PKV. Für die meisten Anwärter:innen ist die PKV sowohl wirtschaftlich als auch leistungsmäßig klar vorteilhaft. Eine Ausnahme solltest Du kennen: In einigen Bundesländern gibt es die pauschale Beihilfe, bei der der Dienstherr die Hälfte Deines GKV-Beitrags zahlt. Sie ist aber mit deutlichen Nachteilen verbunden: Unter anderem ist die Entscheidung lebenslang unwiderruflich und sollte sehr genau abgewogen werden; gerne mehr dazu in der Beratung. In den meisten Ländern liegt der Beihilfesatz eines Anwärters bei 50 %. Hierbei gibt es aber Ausnahmen, wie zum Beispiel Hessen mit maximal 70 %.
Zwei Dinge laufen parallel: Die Beihilfe beantragst Du bei der zuständigen Beihilfestelle Deines Dienstherrn; das legt Deinen Bemessungssatz fest. Den passenden Restkostentarif schließt Du bei einem PKV-Versicherer ab, am besten mit Blick auf den späteren Zieltarif, nicht nur auf den günstigsten Anwärterbeitrag. Bist Du bislang freiwillig gesetzlich versichert (etwa weil Du nach dem Studium erst einmal nicht arbeitest), musst Du Deine GKV aktiv kündigen, mit einer Frist von zwei bis drei Monaten (zum Ablauf des übernächsten Monats). Kommst Du dagegen aus einer Pflichtversicherung, etwa direkt aus einer Anstellung oder aus der studentischen GKV, hast Du wegen der Statusänderung ein Sonderkündigungsrecht. Am einfachsten ist es, beides schon vor dem ersten Diensttag anzustoßen.
Die branchenweite Öffnungsaktion läuft sechs Monate ab Deiner erstmaligen Verbeamtung. Als Anwärter:in bist Du bereits verbeamtet (Beamtenverhältnis auf Widerruf), die Frist läuft also meist ab dem ersten Tag des Vorbereitungsdienstes, nicht erst ab der Ernennung auf Probe oder Lebenszeit. Innerhalb dieses Fensters nehmen die beteiligten Versicherer Dich ohne Ablehnung auf, der Risikozuschlag ist auf maximal 30 % gedeckelt, Leistungsausschlüsse sind ausgeschlossen. Wichtig: Die Frist wartet nicht auf das Ende des Vorbereitungsdienstes; wer den Anwärtertarif verstreichen lässt, hat meist auch die Öffnungsaktion verpasst.
Eine echte DU-Klausel sagt: Versetzt Dich der Dienstherr wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand, leistet der Versicherer, ohne eigene medizinische Prüfung. Eine unechte Klausel verlangt zusätzlich, dass auch eine Berufsunfähigkeit im Versicherungssinn nachgewiesen wird, was den Schutz stark aushöhlt. Gerade beim Berufseinstieg, wenn die Absicherung meist zum ersten Mal überhaupt eingerichtet wird, macht diese eine Klausel den Weg zur Leistung im Ernstfall deutlich einfacher.
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