Krankenversicherung im Studium — und danach.
Familienversicherung, studentische GKV (~150 €/Monat inkl. Pflege), PKV-Sonderfall bei Beamtenanwärtern — und was beim Übergang nach dem Studium entscheidend ist.
Im Studium ist die KV-Frage einfach — der Übergang danach nicht.
Bis 25 familienversichert, danach studentische GKV für rund 150 € im Monat (inkl. Pflegeversicherung, Stand 2026) — für die meisten Studierenden ist das der richtige Weg. Günstig, unkompliziert, ausreichend.
Die eigentliche Frage kommt am Ende des Studiums: Was passiert beim Übergang? Wer angestellt wird, fällt automatisch in die GKV des Arbeitgebers. Wer selbstständig wird, muss im ersten Quartal nach Studienende aktiv entscheiden. Wer Beamtenanwärter wird, hat einen Sonderfall — und den sollte man kennen.
— Fabio Rausch · Versicherungskonsil
Was nach dem Studium passiert — je nach Weg.
- Familienversichert → studentisch: spätestens mit 25 (Ausnahmen für Pflichtdienste wie Bundesfreiwilligendienst oder Zivildienst).
- Studentisch → angestellt: bei Job-Start automatisch in die GKV des Arbeitgebers — kein Handlungsbedarf, solange das Gehalt unter der Versicherungspflichtgrenze bleibt.
- Studentisch → selbstständig: GKV (freiwillig) oder PKV — Entscheidung muss im ersten Quartal nach Studienende fallen. Danach gelten andere Bedingungen.
- Studentisch → Beamtenanwärter: PKV mit Anwärter-Tarif ist in den meisten Fällen die richtige Wahl. Beihilfe deckt 70 %, der PKV-Restkosten-Tarif ist entsprechend günstig. Wer dieses Fenster verpasst, wechselt mit höherem Eintrittsalter — und zahlt dauerhaft mehr.
Wenn du im Studium schon weißt, dass du Beamtin oder Beamter wirst (Lehramt, Verwaltung, Justiz): direkt nach dem Anwärter-Tarif fragen — spätestens beim Eintritt in den Vorbereitungsdienst.
Sonderfall PKV im Studium
Wann PKV schon im Studium Sinn ergibt.
PKV-Studi-Tarife sind möglich, aber die meisten Studierenden brauchen sie nicht. In zwei Konstellationen ist PKV schon im Studium relevant:
- Beamtenanwärter: Wer den Vorbereitungsdienst (Referendariat, Beamtenausbildung) beginnt, ist nicht mehr Pflichtmitglied in der GKV. Die Beihilfe (in der Regel 50 % für Anwärter) macht einen PKV-Restkostentarif wirtschaftlich sinnvoll — und der Einstiegsbeitrag ist in dieser Phase am günstigsten.
- Absehbar privat versicherungspflichtig: Wer direkt nach dem Studium ein Gehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze erwartet, kann PKV-Eintritte früh prüfen — Eintrittsalter wirkt lebenslang.
Für alle anderen gilt: studentische GKV oder Familienversicherung reicht im Studium vollständig aus. Keinen PKV-Abschluss aus Imagegründen machen.
Nächster Schritt
30 Minuten digital — wir schauen gemeinsam, welche KV-Lösung für deine Situation passt: jetzt im Studium und beim Übergang danach.
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